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Aktuelle Auktion

Termin:
29.05.2021 | ab 10.00 Uhr

Vorbesichtigung: 
8. Mai bis 25. Mai 2021 | Täglich von 10.00 - 17.00 Uhr
Seestraße 7 | 83254 Breitbrunn am Chiemsee
 
An dieser Stelle finden Sie ab dem 8. Mai unseren digitalen Online-Katalog.

Vorschau

Highlights der Auktion

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Balwé, Arnold
1898 Dresden - 1983 Prien am Chiemsee

Ländlicher Garten (Hausgarten des Künstlers in Feldwies) · 1976.
Öl auf Leinwand · 85 x 110 cm.
Unten links signiert: Balwé.
Originalrahmen.
Rückseitig eigenhändig bezeichnet: 
Arnold Balwé Ländlicher Garten 1976.

Als Kosmopolit wurde Arnold Balwé stets bezeichnet – als ein Bürger der Welt. Die Lebensstationen des Künstlers geben rasch zu erkennen, aus welchem Grund er diese Bezeichnung erhalten hat und wie gut diese zutrifft. Geboren wird Arnold Balwé als Sohn eines niederländischen Diplomaten in Dresden. Seine frühe Kindheit verbringt er in Südafrika, seine Schulzeit in Würzburg und seine ersten Studienjahre an der Kunstakademie in Antwerpen. Nach einem einjährigen Aufenthalt in Rom beendet er sein Studium schließlich an der Akademie der Bildenden Künste in München unter Karl Caspar (1897-1956).

Allein zwei Dinge vermochten den umtriebigen Künstler innehalten und zur Ruhe kommen lassen: die Liebe und der Chiemsee. Nach dem Studium heiratet er seine Malerkollegin Elisabeth Staimmer und lässt sich in Feldwies am Chiemsee nieder. Der Weltbürger in Balwé indes verschwindet freilich nie. Zahllose Reisen führen das Künstlerehepaar nach Italien, Griechenland, Frankreich oder in die Niederlande. All diese Eindrücke verdichten sich in der Malweise von Arnold Balwé, führen ihn zu einer pulsierenden Farbenintensität, für die Balwé alsbald international bekannt und bewundert wird. Die größte Inspiration stellte für ihn aber sein eigener Garten in Feldwies dar, den er eins ums andere Mal verewigt hat.

Die Werke von Arnold Balwé entstehen nicht aus der Linie, sondern rein aus der Farbe, die er mit einer temperamentvollen, lebendigen Pinselführung in pastos-dickauftragenden Strichen auf die Leinwand bringt. Diese Lebendigkeit wird man auch im Gemälde „Ländlicher Garten“ (1976) gewahr, der in seinen Farben und seiner flirrenden Atmosphäre an die Wärme südlicher Landschaften erinnert. Der zentrale Punkt der Darstellung ist die einzelne, hoch aufragende Sonnenblume, die den Betrachter hoheitsvoll in das Gemälde weist. Von hier aus erstreckt sich ein farbenfrohes und lebhaftes Blumenmeer in einer ungemeinen Tiefenwirkung bis zur im Bildhintergrund befindlichen Wohnstätte des Künstlers. Hier in Feldwies in seinem Garten hat der Weltbürger Arnold Balwé sein Zuhause gefunden, zu dem es ihn immer wieder zog.   

Franz E. Gailer

 

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Putz, Leo
1869 Meran - 1940 Ebenda

Park im Schloss Fußberg in Gauting · 1928.
Öl auf Leinwand · 58 x 65 cm.
Unten rechts signiert: Leo Putz.
Rahmen.

Mit Echtheitsbestätigung von Leo Putz, dem Enkel des Künstlers (Gauting 12.05.1996).

Literatur: Putz, Helmut: Werksverzeichnis in zwei Bänden. Leo Putz, Band II, Gauting 1994, vgl. WVZ 2444-2457 mit Abb.

Goldene Sonnenstrahlen umspielen die in herbstlichen Farben getauchte Parklandschandschaft des Schlosses Fußberg in Gauting. Der alte Herrschersitz der Wittelsbacher dient im Gemälde von Leo Putz nur mehr als Kulisse eines eindrucksvollen Schauspiels, das sich dem Künstler auf seinen Streifzügen offenbart haben muss. Schließlich hatte der Künstler in Gauting, ehemals ein kleines Dorf an der Peripherie der Großstadt München, im Jahr 1917 ein Grundstück erworben, auf dem er sich ein prächtiges Wohnhaus errichten ließ. Allein die in den Nachkriegsjahren einsetzende Inflation hätte ihm die Finanzierung seiner neuen Wohnstätte beinahe unmöglich gemacht. Statt des Bargeldes, das nun ohne Wert war, musste er die geleisteten Arbeiten mit seinen Bildern begleichen. Diese wurden mit Freude entgegengenommen, hatte Leo Putz mit zahlreichen Auszeichnungen und dem Professorentitel – für einen freischaffenden Künstler eine außergewöhnliche Ehrung – bereits eine überregionale Reputation. Seine anfänglich dem Jugendstil verhaftete, impressionistische Malweise wandelte sich im Laufe seines späteren Schaffens hin zu einem ausdrucksstarken Expressionismus, der sich auch in dem Gemälde „Park im Schloss Fußberg in Gauting“ zu erkennen gibt.

Die historischen Gemäuer des Schlosses Fußberg rückt Putz bewusst in den Hintergrund, um den eigentlichen Protagonisten des Gemäldes zu inszenieren: der Farbenpracht eines strahlenden Herbstabends. Dabei setzt er kühne Farbakzente von Blau und Lila, die in einem deutlichen Kontrast zum warmen, leuchtenden Kolorit stehen. Hieraus entsteht eine harmonisch-ausgewogene Komposition mit einer erstaunlichen Ausdruckskraft. Alles unterliegt hierbei seinem dynamisch-schwungvollen Pinselstrich, der auch die Spiegelungen im Wasser der Wirklichkeit entfremdet und zu einem wogenden Meer aus Farben wandelt. 
Es ist ein Ort zum Verweilen, ein Ort, an den man der Erhabenheit der Natur schwelgen kann – nicht nur an regnerischen Tagen.

Franz E. Gailer

 

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Spitzweg, Carl
1808 München - 1885 Ebenda

Felsblöcke in einem Wildbachbett · um 1837/40.
Öl auf Papier · 20,2 x 29 cm.
Unten rechts mit dem Nachlassstempel: Spitzweg mit Rhombus.
Rahmen der Galerie Christel Reuther, München.

Rückseitig mit Gutachten von Adolf Alt, München, den 14. April 1934. Etikett der Kunsttransportfirma Hasenkamp.

Auktion: Weinmüller 174, München, 23.-25.3.1977, Kat. Nr. 1768a mit Abbildung.

Ausst.-Katalog: Siegfried Wichmann, Carl Spitzweg, Reisen und Wandern in Europa und der Glückliche Winkel. Der Katalog erschien anlässlich der Ausstellung im Seedamm Kulturzentrum Pfäffikon SZ September 2002 bis Januar 2003 und Haus der Kunst, München Januar bis Mai 2003. Belser Verlag, Stuttgart 2002, Kat. Nr. 125, Farbabbildung S. 213.

Literatur: Siegfried Wichmann, Carl Spitzweg, Verzeichnis der Werke, Gemälde und Aquarelle, Belser Verlag, Stuttgart 2002, WVZ 153 mit Farbabbildung.

"Bereits in seiner Frühzeit fertigte Spitzweg, der an der Universität Geologie studiert und nach dem Vorbild Franz von Kobells selbst eine Steinsammlung angelegt hatte, zahlreiche Detailskizzen. Hierbei diente ihm die Zeichnung lediglich als Ausgangspunkt, denn die unterschiedlichen geologischen Strukturen interessierten ihn so stark, dass er die einzelnen Gesteinsarten mit fast wissenschaftlicher Akribie darzustellen bestrebt war.
Diese zeichnerisch und malerisch sehr flüssige Arbeit gehört zu den besten Beispielen dieser frühen Detaildarstellungen. Es gelingt ihm darin, die diversen Gestein, wie Sandstein, Granit, Schiefer und unterschiedlichen Porphyre, formal und farbig überzeugend fast stilllebenhaft ins Bild zu setzen."
Siegfrid Wichmann 2002, S. 213.

 

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Wopfner, Josef
1843 Schwaz, Tirol - 1927 München

Fischer und Segelboote auf dem Bodensee · um 1910/15.
Öl auf Leinwand · 47 x 67 cm.
Unten links signiert: J.Wopfner.
Rahmen.
Rückseitig auf der Leinwand Stempel der Malfirma R. Wurm, München. Rückseitig Reste eines Etiketts des Kunstsalon Hermes, Frankfurt a. Main (No.728) auf Keilrahmen.

Mit beigefügter Echtheitsbestätigung der Galerie am See, Karin Stephan, Gstadt o. J.

Literatur: Irmgard Holz/Alexander Rauch, Josef Wopfner 1843-1927, München 1989, WVZ 542 mit Abbildung.

Wenig nur muss man über die Anerkennung sprechen, die dem Künstler Josef Wopfner zuteilgeworden ist. Seine Auszeichnungen sind zahllos, reichen vom Bayerischen Michaelsorden, weiteren Ausstellungsmedaillen über die Ernennung zum Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Schwaz und der Gemeinde Frauenchiemsee bis hin zur Ehrenmitgliedschaft in der Münchner Akademie und zum Titularprofessor. Selbst ganze Straßenzüge erhielten seinen Namen.

Die aber wohl bedeutendste Auszeichnung erhielt Wopfner aber nicht von einem Ausstellungsgremium oder einer anderen höheren Instanz, sondern von seinen Künstlerkollegen. „Inselkönig“ nannte man ihn, da er seit dem ersten Mal, als er den Chiemsee für sich entdeckt hatte, seine Sommermonate stets auf der Fraueninsel verbracht hatte. Dort war er nach kürzester Zeit so verwurzelt, dass selbst die Insulaner ihn unter den vielen Sommerfrischlern, die den Chiemsee Jahr für Jahr belagerten, in ihrer Mitte akzeptierten und zu schätzen gelernt haben.

Frühmorgens brach er mit den Fischern auf, war als stummer Beobachter unmittelbar an ihrem Tagwerk beteiligt und hielt die Eindrücke in seinen zahlreichen Skizzenbüchern fest. Hierbei war er aber nicht nur am Chiemsee, sondern gleichfalls am Bodensee tätig. Dort entstand auch das vorliegende Gemälde „Fischer und Segelboote auf dem Bodensee“ um 1910/15, in dem Wopfner einen stimmungsvollen, intimen Einblick in eine vergangene Welt gewährt. Die silbergrauen Grundtöne, die Wopfners Nähe zu Camille Corots Paysage intime belegen, sind durch wenige Farbakzente angereichert, die sich in dieser eindrucksvollen Stimmung von der Leinwand heben.

Franz E. Gailer
 

Kategorien

Alte Graphik

Kobell, Wilhelm von
Leibl, Wilhelm
Merian, Matthäus
Seutter, Matthäus
Wening, Michael

Moderne Graphik

Achmann, Josef
Angerer der Jünger, Walter
Davringhausen, Josef Maria
Eberz, Josef
Flora, Paul
Geiger, Rupprecht
Geiger, Willi
Grieshaber, HAP
Hajek, Otto Herbert
Janssen, Horst
Jenkins, Paul
Kalmsteiner, Hans
Kasimir, Luigi
Kollwitz, Käthe
Laible, Otto
Liebermann, Max
Miró, Joan
Pechstein, Hermann Max
Pfeuffer, Helmut
Schwarzer, Ludwig
Tomschiczek, Peter
Weber, Andreas Paul
Wunderlich, Paul

Arbeiten auf Papier

Haushofer, Alfred
Hess, Peter von
Kaulbach, Hermann
Kaulbach, Wilhelm von
Lelée, Léo
Lenbach, Franz von
Liebermann, Max
Marx, Franz
Maydell, Ernst Otto von
Münzer, Adolf
Padua, Paul Mathias
Penley, Aaron Edwin
Raffler, Max
Röth, Philipp
Roubaud, Franz
Schmutzler, Leopold
Sieck, Rudolf
Sperl, Johann
Thoma, Emil
Thöny, Eduard
Voltz, Ludwig
Wenglein, Josef


19. Jahrhundert

Adam, Richard Benno
Ahrendts, Carl Eduard
Armfield, George
Best, Hans
Braith, Anton
Büche, Josef
Compton, Eduard Harisson
Eckmann, Otto
Halberg-Krauss, Fritz
Herzog, Hermann Ottomar
Hofelich, Ludwig Friedrich
Kaulbach, Hermann
Kotschenreither, Hugo
Langko, Dietrich
Liebermann, Ernst
Maffei, Guido von
Mali, Christian Friedrich
Miralles, Enrique
Noerr, Julius
Pöppel, Rudolf
Roubaud, Franz
Ruben, Franz Leo
Salentin, Hugo
Severdonck, Frans van
Spitzweg, Carl
Stademann, Adolf
Thoren, Otto von
Venne, Fritz van der
Voltz, Johann Friedrich
Weber, Paul
Wenglein, Josef
Willroider, Josef
Willroider, Ludwig

20. Jahrhundert

Bayerlein, Fritz
Caspar-Filser, Maria
Compton, Edward Harrison
Gasiorowski, Gérard
Grieshaber, HAP
Hammer, Hans
Hartwig, Max
Hille, Anton
Hohlt, Otto
Houwald, Werner von
Jaquet, Alain
Kaplan, Hubert
Kastler, Hans
Kaufmann, Heinz
Kettemann, Erwin
Klee, Herbert
Knaupp, Werner
Liebermann, Ernst
Lüdicke, Marianne
Maurus, Hans
Maxon, Wilhelm Georg
Mercker, Erich
Naager, Franz
Neubauer-Woerner, Marlene
Pippel, Otto
Prinzession von Bayern, Maria del Pilar
Putz, Leo
Schätzl, Lothar
Schimmel, Hugo
Schuster-Woldan, Raffael
Schwarzer, Ludwig
Segieth, Paul
Seyler, Julius
Shoultz-Carrnoff, Erwin
Stremel, Max Arthur
Tomschiczek, Peter
Walther, Karl
Wipper, Heinz
Wenk, Albert

Künstlerlandschaft Chiemsee

Arnold, Karl August
Balwé, Arnold
Balwé-Staimmer, Elisabeth
Baumgartner, Thomas
Bibus, Felix
Croissant, Eugen
Demmel, Willibald
Diez, Otto
Eder, Hubert
Fischer, Eduard
Gerhardinger, Constantin
Goeschen-Rösler, Paula von
Groeber, Hermann
Groeschel, Rudolf
Halberg-Krauss, Fritz
Haushofer, Alfred
Heidner, Heinrich
Hilz, Sepp
Hötzendorff, Theodor von
Hohlt, Otto
Houwald, Werner von
Hummel, Theodor
Kauffmann, Hugo
Kiefer, Michael Mathias
Kirchner, Heinrich
Klingelhöffer-Hofmann, Hans Albert
Kyriss, Kurt Ernst
Lederer, Walter
Le Suire, Hermann von
Lüdicke, Marianne
Maier-Erding, Hiasl
Märtens, Max
Maxon, Wilhelm Georg
Miller-Diflo, Otto
Müller-Schnuttenbach, Hans
Müller-Wischin, Anton
Neufeld, Wilhelm
Paulus, Paul
Raupp, Karl
Reichert, Willy
Reue, Willy
Roubaud, Franz
Schmidt, Alfred
Sieck, Rudolf
Stadler, Christine
Stagura, Albert
Stefula, Dorothea
Stefula, Gyorgy
Steinleitner, Max
Tausend, Bruno
Thoma, Emil
Urban, Hermann
Wappmannsberger, Bartholomäus
Weber, Willy
Weihrauch, Max
Wendl, Max
Wennerberg, Brynolf
Wopfner, Josef
Zacharova, Ekaterina